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Regionalliga Bayern TSV Buchbach mit Emotionaler Spielervorstellung
Regionalliga Bayern TSV Buchbach mit Emotionaler Spielervorstellung
Online seit: 01-07-2019 | Autor: #Foecki

Buchbach: Emotionaler Abschied von Simon Motz

Vorstellung von Mannschaft und Trainer bei der offiziellen Saisoneröffnung

Im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung hat der TSV Buchbach seine sieben Neuzugänge der Öffentlichkeit vorgestellt und mit Simon Motz einen verdienten Spieler verabschiedet, der nach einer schweren Knieverletzung vor zwei Jahren nicht mehr auf Regionalliga-Niveau Fußball spielen kann.

Der 26-jährige Abwehrspieler konnte zwischen 2013 und 2017 74 Regionalligaspiele für die Rot-Weißen bestreiten und hat seit Oktober letzten Jahres an einem Comeback gearbeitet. Zu mehr als einem Einsatz in der Bezirksliga-Mannschaft hat es dann aber trotz zahlloser Rehamaßnahmen und dem Trainingslager in Portugal nicht gereicht, weil das verletzte Knie immer wieder Probleme bereitet hat. „Es schade, dass Simon in sportlicher Hinsicht so Abschied nehmen muss, noch bedauerlicher ist aber, dass wir uns von dem Mensch Simon Motz verabschieden müssen, den wir alle sehr schätzen“, sagte Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, der den Charakter des klein gewachsenen Linksfußes sowohl auf, als auch neben dem Platz lobte: „Simon, du warst ein Riese, einer der sich mit großem Ehrgeiz in die Mannschaft gekämpft und immer alles gegeben hat. Ein echtes Vorbild für unsere Neuzugänge.“ Unter Tränen bedankte sich der Motz bei den Fans und den Verantwortlichen „für die sechs schönen Jahre“ und erklärte: „Es ist eine große Leistung, was hier aufgebaut wurde. Vielen Dank an meine Jungs, mit denen ich zusammenspielen durfte.“

Neben den Neuzugängen Maximilian Ahammer (20), Selcuk Cinar (23), Marin Culjak (20), Andi Manhart (20), Marinus Pohl (21), Jonas Wieselsberger (20) und Zwei-Meter-Mann Lukas Winterling (24) präsentierte sich auch der neue Trainer Markus Raupach (42) offiziell den Fans. Der dreifache Familienvater hat sein Trainerlaufbahn in Dingolfing in der U15 begonnen, wechselte dann 2009 in den Herrenbereich zum ASC Simbach, ehe er 2011 die U19 des SV Wacker Burghausen übernahm und nach zwei Jahren von der Bayern- in die Bundesliga führte. Nach fünf Jahren Pause hat den Gymnasiallehre für Sport und Mathematik die Aufgabe in Buchbach von der ersten Kontaktaufnahme an sehr gereizt und so mussten beide Seiten nicht lange überlegen: „Ich habe Buchbach immer als authentisch wahrgenommen und das hat sich dann auch in den Gesprächen so bestätigt. Für mich war klar, dass ich auf ambitioniertem Niveau trainieren wollte und habe sofort Feuer gefangen. Ich find’s klasse wieder auf dem Platz zu stehen, das Grün unter den Füßen fühlt sich extrem gut an.“ Seinen Stil beschreibt Raupach als sehr sachlich und analytisch: „Ich arbeite gerne lösungsorientiert und bin in einem guten Austausch mit der Mannschaft. Ich nehme Buchbach als Regionalligist als etwas Besonderes wahr und werde alles versuchen, dass Buchbach auch in den nächsten Jahren in dieser tollen Liga spielt.“

Angesichts des Umbruchs keine leichte Aufgabe, zumal auch die Rahmenbedingungen zusehends schwieriger werden, wie Abteilungsleiter Günther Grübl in seinem Grußwort erläuterte: „Die Liga wird immer stärker, für mich ist das ein Wahnsinn, dass wir nun schon in das achte Jahr Regionalliga gehen, aber wir merken schon an den Zuschauerzahlen, dass die Euphorie im Umfeld nachlässt. Und auch bei den Finanzen müssen wir uns gewaltig strecken. Umso mehr ist der Zusammenhalt gefordert.“ Auch Hanslmaier stieß ins gleiche Horn und appellierte an die Mannschaft möglichst schnell das Buchbach-Gen zu aktivieren: „Es wird eine unglaubliche schwere Saison, deswegen müssen wir die Köpfe zusammenhalten. Wir wissen, dass es einige Fans gibt, die sauer sind, wenn wir Heimspiele verlieren, aber umgekehrt gewinnen wir ja auch Auswärtsspiele. Platz acht in der letzten Saison ist für mich der Wahnsinn, weil die Liga immer professioneller wird. Deswegen müssen wir alle zusammenhelfen, dass wir mit unserem Kultstatus die Liga wieder rocken, die Marke Buchbach stärken und dass wir nächstes Jahr im April oder Mai wieder die 40 Punkte beisammen haben, die wir zum Klassenerhalt brauchen.“     

    

Text: Michael Buchholz - TSV Buchbach

Foto: Michael Buchholz - mb-presse.de

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